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GROSS-BIEBERAU – Dass eine Praxis-Website
nicht langweilig sein muss, beweist der Sieger
des diesjährigen Wettbewerbs „Deutschlands Beste
Praxis-Website“. Doch auch auf diesem Siegel
will sich die Gemeinschaftspraxis Bieberau nicht
ausruhen.
Übersichtlich und zweckgebunden ist die Website
der Gemeinschaftspraxis Bieberau, und trotzdem
bietet sie einiges an Service sowie die
Möglichkeit der Interaktion zwischen
Websitebesucher und Praxis. Wir wollten nun
genauer wissen, wer hinter dieser Website steht
und vor allem, mit welchem Arbeitsaufwand die
Website entstanden ist und gepflegt wird.
Selbst programmiert ganz ohne Agentur
Zwei bis drei Monate hat
Dr. RALF FRÖHLICH,
Allgemeinarzt aus Groß-Bieberau, an der Website
gebaut. Die Ideensammlung für die Gestaltung hat
allerdings länger gedauert. Da kann schon einmal
ein halbes Jahr vergehen, so
Dr. Fröhlich. Aber
mit dem Ergebnis ist er sichtlich zufrieden. |

Der Artikel in der Medical Tribune |
Und wie das Beispiel zeigt, muss keine Agentur die
Gestaltung übernehmen. Wer sich ein bisschen einarbeitet,
kann so eine Website auch selbst programmieren. Das spart
nicht nur Kosten, sondern erhöht auch die Flexibilität.
Änderungen können kurzfristig selbst durchgeführt werden.
Die Aktualisierung der Website bleibt damit in der Hand der
Praxis.
Aber wozu überhaupt eine Praxis-Website? Für Dr. Fröhlich
ist die Website ganz klar eine neue Möglichkeit der
Interaktion zwischen Patient und Arzt. Hier können den
Patienten Informationen gegeben werden, für die man in der
Sprechstunde nicht immer Zeit hat. Und auch die Patienten
haben die Möglichkeit, über ein Extrakontaktformular Wünsche
zu äußern.
Dabei liegen die Schwerpunkte der Website auf
Grundinformationen zur Praxis. Das sind die
Sprechzeiten,
die genaue Adresse sowie eine Anfahrtsskizze, aber ebenso
die Vorstellung des Praxisteams. Zu jedem Teammitglied –
auch zu den Helferinnen – gibt es Infos zu
Arbeitsschwerpunkten und Ausbildung. Und zwecks Wiedererkennung in dem großen Team von immerhin fünf Ärzten
und sieben Helferinnen ist noch ein Foto dabei.

Das ist nur ein Teil des Teams der
Gemeinschaftspraxis Bieberau, die aus fünf Ärzten und sieben
Helferinnen besteht. Ganz links vorne
Dr. Ralf Fröhlich, der
die Website programmiert.
Zudem erhält der Website- Besucher einen Einblick in das
Leistungsangebot der Praxis. Um Patienten die Angst vor
unbekannten Untersuchungen zu nehmen, werden dort auch
einzelne Verfahren wie z.B. das EKG erklärt. Und zwar
möglichst in Laiensprache, betont Dr. Fröhlich.
Ein anderer Bereich der Website sind die allgemeinen
Gesundheitsthemen, die je nach
Jahreszeit und Aktualität
wechseln. Zu finden sind hier Beiträge zum Thema „Fit durch
den Winter“ oder „Reisemedizin“.
Zusätzlich werden Themen aufgenommen, die wiederholt von
Patienten in den Sprechstunden angesprochen werden, erklärt
Dr. ALEXANDRA FRÖHLICH, die ebenfalls als Allgemeinärztin in
der Praxis tätig ist. Das sind z.B. Fragen zum Thema
Cortison oder zu
Antibiotika.
Jede Woche 5000 Websitebesucher
Das Serviceangebot auf der Website wird leider noch zu wenig
genutzt. So bietet die Website die Möglichkeit,
Wiederholungsrezepte online vorzubestellen. Augenblicklich
kommt es jedoch gerade einmal zu zwei Bestellungen pro
Woche, erklärt Dr. Ralf Fröhlich.
An der Werbung für die Praxis- Website kann dies nicht
liegen, denn die wird auf den eigenen Rezepten,
Medikamentenübersichten u.Ä. beworben.
Dennoch plant Dr. Ralf Fröhlich den Service- Bereich der
Praxis-Website weiter auszubauen. Das Feedback der Patienten
sei durchaus positiv. Der ein oder andere würde in der
Sprechstunde schon einmal erzählen, dass er sich auf der
Website umgeschaut hat. Und zum gewonnenen
Website-Wettbewerb habe es sogar Blumengeschenke gegeben.
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Sowohl die Website als auch alle anderen
Informationsmaßnahmen zielen eher auf eine „passive
Ansprache“ der Patienten ab, wie es
Dr. Ralf Fröhlich
benennt. Die Patienten sollen die Möglichkeit haben, sich zu
informieren, werden aber nicht mit Infomaterial überhäuft.
Selbst aktiv werden, heißt der Standpunkt der Praxis.
Das zeigt sich auch darin, dass die gesamte
Gemeinschaftspraxis eine werbefreie Zone ist. Stattdessen
zieren Bilder die Wände. Blöcke, Selbstzahlerrezepte u.Ä.
schmückt das eigene Praxislogo.
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Seit ca. zwei bis drei Wochen läuft auch ein
Fragebogen, der
die Zufriedenheit der Patienten mit den Abläufen und der
Atmosphäre in der Praxis abfragt. Dieser wird persönlich an
die Patienten verteilt und kann
auf der Website heruntergeladen werden.
Doch auch hier ist die Online-Beteiligung gering, und das
obwohl die Website wöchentlich um die 5000 Besucher zählt.
Scheinbar überwiegt eben doch der Anteil der
Website-Besucher, die sich nur informieren wollen.
(aus
Medical Tribune Deutschland,
39. Jahrgang, Nr. 49, Seite 33, 3. Dezember 2004)
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