Gemeinschaftspraxis Bieberau

 

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64401 Groß-Bieberau

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Gesunder Schlaf - Tipps gegen Schlafstörungen

Schlaf ist ein Grundbedürfnis wie Essen und Trinken und wichtig für unsere Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Schlafmangel und Schlafstörungen machen uns reizbar, unaufmerksam, krank und mindern unsere Leistungsfähigkeit.

Ein Schlafrhythmus ist uns nicht angeboren. Babys müssen ihn erst erlernen. Bis zum Rentenalter wird unser regelmäßiger Wach- und Schlafwechsel mitbestimmt durch Schule und Beruf. Ohne eine solche Arbeits- und Ruheeinteilung müssen ältere Menschen oft erst wieder selbst einen neuen, regelmäßigen Biorhythmus finden.

Außerdem nimmt mit fortschreitendem Lebensalter das individuelle Schlafbedürfnis häufig merklich ab. Auch beeinflussen Gesundheitszustand, Gemütslage, sowie körperliche und geistige Belastungen die Dauer der notwendigen Erholung.

Entgegen der weit verbreiteten Meinung, man müsse mindestens acht Stunden schlafen, gibt es also keine feste Regel, wie viel Schlaf ein Mensch täglich braucht. Die falsche Erwartungshaltung führt zu gesteigerter Unruhe und verhindert den erholsamen Schlaf. Mit häufiger Einnahme von Schlaftabletten entwickelt sich schnell ein Teufelskreis, wenn Einschlafen ohne Medikamente nicht mehr möglich erscheint. Helfen Sie sich selbst und überprüfen Sie zunächst Ihre Lebensgewohnheiten und Ihr Umfeld ...

Im Schlafzimmer ...

  • Sorgen Sie für Ruhe (Rollläden, schallhemmende Verglasung).

  • Verdunkeln Sie die Fenster, z.B. durch Rollläden oder besonders lichtdichte Vorhänge.

  • Vermeiden Sie extreme Temperaturen im Schlafzimmer, etwa 18-20° Celsius werden meistens als angenehm empfunden.

  • Lüften Sie gründlich, auch noch kurz vor dem Zu-Bett-Gehen.

Tagsüber ...

  • Bemühen Sie sich um einen geregelten Tagesablauf.

  • Vermeiden Sie möglichst Mittagsschlaf und das kleine Nickerchen am Tage.

  • Bevorzugen Sie ein leichtes Abendessen bis 20:00 Uhr.

  • Meiden Sie Alkohol, koffeinhaltige Getränke und Nikotin, insbesondere 2 Stunden vor dem Schlafen gehen.

  • Entspannen Sie sich am Abend, beschäftigen Sie sich mit Ihrem Hobby.

Rituale vor dem Schlafen ...

Auch regelmäßige „Rituale“ vor dem zu Bett gehen können beim Einschlafen helfen, z.B.:

  • Kurze gemütliche Abendspaziergänge, angenehme Musik oder ein entspannendes Bad helfen, abzuschalten und Ruhe zu finden.

  • Ein gutes Buch lesen (aber bitte keine belastenden Nachrichten oder Krimis).

  • Entspannungsübungen (z.B. progressive Muskelentspannung).

  • Auch warme Milch mit Honig kann Ihrem Körper helfen, zur Ruhe zu kommen.

All diese Rituale jedoch bitte nicht im Bett.– Denn das Bett ist nur zum Schlafen da!

Zum Schlafen ...

  • Halten Sie ihre persönlichen Schlafzeiten regelmäßig ein, auch am Wochenende und im Urlaub.

  • Gehen Sie erst schlafen, wenn Sie sich auch müde fühlen.

  • Falls Sie wach werden und nicht mehr schlafen können, bleiben Sie nicht länger als 20 Minuten liegen, verlassen Sie dann das Schlafzimmer und lenken Sie sich ab bis Sie sich wieder müde fühlen.

  • Auch ohne festen Schlaf kann sich Ihr Körper erholen.

Wichtig ...

Sollten Sie trotzdem dauerhaft unter Schlafstörungen leiden, wenden sie sich an Ihren Hausarzt.
In seltenen Fällen kann eine körperliche Erkrankung vorliegen (z.B. Herz-, Lungen-, Magen-Darm- oder Nierenerkrankungen, Hormonstörungen oder Nervenkrankheiten). Oft lässt sich eine anhaltende Schlafstörung auf seelische Ursachen zurückführen, häufig als Reaktion auf belastende Lebensereignisse.
Die Behandlung der zugrunde liegenden körperlichen oder seelischen Erkrankung bessert dann meist auch den Schlaf.

 

Aktive Entspannung