Gemeinschaftspraxis Bieberau

 

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64401 Groß-Bieberau

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Insektenschutz

In vielen Gebieten der Erde werden gefährliche Krankheiten wie Malaria, Gelb- und Denguefieber von kleinen Insekten übertragen.
In unseren Breiten sind Mückenstiche häufig nur lästig und manchmal schmerzhaft. Die drohenden Gefahren sind deshalb kaum bekannt und Reisende im Ausland sind oft sorg- und arglos. Grundkenntnisse und effektiver Mückenschutz sind wichtig!

Die Anopheles-Mücke bevorzugt feuchtwarmes Klima und verbreitet mit ihrem Stich die Malaria vorwiegend zwischen 17 Uhr und 3 Uhr nachts, während die Überträgermücke des Dengue Fiebers tag- und nachtaktiv ist.

Daher sollten Sie sich über 24 Stunden schützen und malaria-gefährdete Regionen besonders während der Regenzeit meiden.

Es ist sinnvoll, wirksame Schutz-maßnahmen zu kombinieren:

Mücke

  • Bevorzugen Sie geschlossene Räume in den frühen Abend- und Nachtstunden.

  • Tragen Sie körperbedeckende helle Kleidung (langärmeliges Oberteil, lange Hosen, die Fußknöchel bedeckende Socken, Kopfbedeckung) auch nachts.

  • "Imprägnieren" Sie anliegende Stoffe und Mosquitonetze mit Insektizidsprays.

  • Überprüfen Sie Ihre Unterkunft. Geschlossene Türen und Fenster und dichte Fliegengitter sind notwendig. Lassen sich offene Spalten und Ritzen nicht ausschließen oder ist Ihr Schlafraum nicht zuverlässig mückenfrei, nutzen Sie während der Nacht allseits dichte Mosquitonetze.
    (Und denken Sie daran: Stechmücken berücksichtigen bei Ihrem Zielflug nicht die Sternekategorie ihres Hotels!)

  • In besonders gefährdeten Gebieten, in Hütten und Zeltcamps können dann im Einzelfall zusätzlich (auch unter Beachtung möglicher Nebenwirkungen) Insektizidverdampfer, Räucherspiralen ("mosquito coils") und das Versprühen von Insektenvertilgungsmitteln erwogen werden.

Übrigens: Ultraschall-Geräte, Vitamin B1 oder ätherischer Öle haben in Untersuchungen keinen ausreichend wirksamen Mückenschutz nachgewiesen.
Wesentlich wirksamer für den Insektenschutz auf Reisen sind bekannte, erprobte „Repellents“. Das sind mückenabweisende Mittel mit verschiedenen gebräuchlichen Inhaltstoffen, die ggf. nach dem Sonnenschutz oder den Pflegemitteln auf die Haut aufgetragen werden. Schwitzen und Baden reduziert die Wirkung auch „wasserfester“ Mittel.

Mutter mit Kind

Von Reisen mit (Klein-)Kindern in malaria-gefährdete Gebiete ist abzuraten, da eine Malaria für Kinder gefährlicher als für Erwachsene ist.

Außerdem sind die als wirksam getesteten Repellentien, Räucherspiralen und Insektizid-verdampfer für Kleinkinder ungeeignet oder schädlich.
Achten Sie bei Ihrem Kind trotz vielleicht unangenehmer Wärme auf geschlossene Kleidung und besonders gewissenhafte Verwendung von Moskitonetzen.

Informieren Sie sich schon frühzeitig bei der Reiseplanung auch über mögliche Krankheitsrisiken im Zielgebiet. Besprechen Sie dies und die Einnahme von Malariatabletten mit Ihrem Arzt!

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