Gemeinschaftspraxis Bieberau

 

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Kopfläuse

Kopfläuse???
Mit gewachsenem Hygienestandard erwarten wir diese Plagegeister nicht mehr. Ein Irrtum!
Denn jeder kann schnell Kopfläuse bekommen: Die lästigen Blutsauger übertragen zwar keine Krankheiten, verbreiten sich aber sehr leicht auch bei penibelster Sauberkeit. „Totschweigen“ ist dann wenig erfolgreich.

Läuse können weder springen noch fliegen, die Übertragung geschieht durch direkten Haarkontakt, also zum Beispiel wenn Kinder die Köpfe „zusammenstecken“.
Deshalb kommt es besonders häufig in Schulen und Kindergärten zur Verbreitung der Kopfläuse.

Juckt es am Kopf ungewöhnlich stark oder sind gerade im Kindergarten Fälle von Läusen bekannt geworden, sollte man die Haare nach Läusen und deren Eiern (Nissen) absuchen: Der Juckreiz wird verursacht durch den Speichel der Läuseweibchen, die bis zu 3 mm groß sein können.
Die Nissen sind nur knapp 1 mm lang und kleben so fest an den Haaren, dass man sie durch eine normale Kopfwäsche nicht entfernen kann.

Deshalb verwendet man schon zur Suche am Besten einen sogenannten Läuse- oder Nissenkamm.

Das ist ein spezieller Kamm mit langen, unnachgiebigen Metallzinken. So können die Läuse nicht ausweichen und die klebrigen Nissen können von den Haaren gelöst werden.

Wenn Sie einen Befall mit Kopfläusen vermuten, fragen Sie Ihren Arzt:
Er wird Sie untersuchen und, falls erforderlich, das richtige Mittel verschreiben.

Kopfläuse schlüpfen nach etwa 7 Tagen aus ihren Eiern. Die meisten gebräuchlichen Mittel wirken aber nur gegen die erwachsenen Formen der Laus (also nicht gegen die Nissen).
Deshalb muss man die Behandlung unbedingt nach 8-10 Tagen wiederholen!

Neben der konsequenten Anwendung eines auf Sie abgestimmten Medikaments (fragen Sie Ihren Arzt!) ist es wichtig, die Nissen vollständig zu entfernen. Dazu verwendet man einen Nissenkamm und zwar an mehreren Tagen in Folge.

Nissenkamm

Außerdem nicht vergessen:

  • Kleidung, Handtücher, Bettwäsche und alle anderen Gegenstände, die mit den Haaren in Berührung kommen gründlich reinigen:
    sorgfältig absaugen, bei mindestens 60 Grad waschen oder für 1 Tag einfrieren.

  • alle Personen, zu denen näherer Kontakt bestand, informieren, kontrollieren und ggf. gleich mitbehandeln (z.B. Info an Kindergarten oder Schule)

Und übrigens: Keine Sorge, Haustiere übertragen keine Kopfläuse!

Cholesterin & Co.

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