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Die Aufklärung über Risiken und
Nebenwirkungen eines Arzneimittels oder einer
Behandlung ist sehr wichtig! Informieren Sie
sich, fragen Sie uns, und halten Sie sich an die
von Ihrem Arzt vorgegebene Einteilung der
Medikamente.
Übertriebene Ängstlichkeit ist aber ebenso wenig
hilfreich, wie folgendes Beispiel zeigt:
Stellen Sie sich vor, Sie würden in einem
Beipackzettel diesen Text lesen ...
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... Mögliche Nebenwirkungen sind: Kopfschmerzen,
Bauchschmerzen, Koliken, Übelkeit, Erbrechen,
Durchfall, Verstopfung,
suchtartiges Verhalten und
Appetitlosigkeit.
Es können auftreten: Juckreiz,
Hautausschläge, Nesselsucht, asthmatische
Beschwerden, Atemnot und allergische Reaktionen
bis zum anaphylaktischen Schock.
Bei längerer Einnahme sind Fälle von
Übergewicht, erhöhten Cholesterinwerten,
Bluthochdruck, Zuckerkrankheit und
Mangelernährung bekannt
geworden.
In diesem Zusammenhang kann die Einnahme auch zu
hohem Fieber, Nierenversagen, Nervenausfällen,
Erblindung, Bewusstlosigkeit, Schlaganfall und
Herzinfarkt führen. ... |
Nach dem Lesen dieses Beipackzettels würden Sie
das beschriebene Produkt sicher schnell
entsorgen – oder?
Schade! - Denn dies wäre schlicht
und einfach nur der Beipackzettel für eine Tafel
Schokolade oder andere Süßigkeiten, wenn für
Nahrungsmittel die gleichen Richtlinien gelten
würden wie für Medikamente:
Die Beipackzettel von Medikamenten müssen nach
einem gesetzlich vorgeschriebenen Muster
informieren. Die vollständige Auflistung aller
möglichen Nebenwirkungen dient auch der
juristischen Absicherung der Hersteller. Selbst
Effekte, die seltener als 1:1000 oder sogar nur
in Einzelfällen aufgetreten sind, müssen genannt
werden.
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Patienten reagieren oft verunsichert oder verängstigt. Nicht
selten werden dann selbst lebensnotwendige
Medikamente überhaupt nicht oder nicht so
eingenommen, wie es dringend erforderlich wäre.
Und übrigens:
Mit dem Begriff Nebenwirkung werden alle von der
jeweils erwünschten Hauptwirkung eines
Medikaments abweichenden Effekte bezeichnet.
Dabei ist es wichtig zu wissen, dass es auch
viele erwünschte Nebenwirkungen gibt, welche die
Hauptwirkung positiv ergänzen. |
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So "gefährlich" wie der obige
Schokoladen-Beipackzettel wäre auch der
Beipackzettel bei vielen anderen Lebensmitteln.
In unserem täglichen Leben nehmen wir oft
tödliche "Nebenwirkungen" als selbstverständlich
hin: Straßenverkehr, Rauchen, Alkohol.
Dabei dienen diese Dinge nicht einer
krankheitslindernden Wirkung, können aber sehr
wohl zu Krankheiten und zum Tode führen.
Medikamente dagegen dienen der Beseitigung oder
Linderung von Krankheiten.
Ist es also nicht merkwürdig, dass
Nebenwirkungen von Genussmitteln als
selbstverständlich hingenommen werden, während
bei krankheitslindernden Medikamenten oft die
Nebenwirkungen enorme Beachtung finden und die
Medikamente deswegen abgelehnt werden?
Bei allen Fragen rund um die Nebenwirkungen steht Ihnen unser
Praxisteam zu Verfügung.
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